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Führerschein umschreiben

Wenn eine Behinderung nach einem Unfall oder einer chronischen Erkrankung eintritt, wird der bestehende Führerschein nicht automatisch ungültig, sondern eventuell angepasst. Eine neue Führerscheinprüfung ist folglich nicht erforderlich.

Führerscheininhaber und -inhaberinnen sind nicht verpflichtet, der Straßenverkehrsbehörde ihre Behinderung oder Erkrankung mitzuteilen. Auch die Ärzte und Ärztinnen unterliegen der Schweigepflicht.

Menschen mit Behinderungen oder chronischer Erkrankung treffen selbst die Entscheidung, ob und wann sie ein Fahrzeug steuern möchten. Daher sind sie auch dafür verantwortlich (siehe § 2 FeV), ihre Fahrtauglichkeit einzuschätzen. Fahrtauglichkeit bedeutet, dass diese durch die Behinderung oder Erkrankung

  • nicht eingeschränkt oder
  • zukünftig nur mit Auflagen und Beschränkungen gewährleistet ist.

Zur Vorsorge gehört eine medizinische und/oder technische Begutachtung und der Eintrag in den Führerschein. Eine neu eingetretene Behinderung oder gesundheitliche Einschränkung sollte der Fahrerlaubnisbehörde daher möglichst sofort gemeldet werden, um die Fahrtauglichkeit und Vorsorge amtlich zu belegen. Ansonsten machen sich Führerscheininhaber und -inhaberinnen unter Umständen strafbar oder riskieren bei einem Unfall ihren Versicherungsschutz.

Die zuständige Führerscheinstelle entscheidet über weitere Prüfungsfahrten (Fahrproben) oder Gutachten. Die Schlüsselzahlen (EU-Codenummern) der Behinderung und eventueller technischer Zusatzausstattungen im Führerschein müssen später mit den Zahlen im Fahrzeugschein übereinstimmen.

Ablaufgrafik Führerschein umschreiben

Es dürfen dann nur noch Fahrzeuge gesteuert werden, die die Voraussetzungen im Führerschein erfüllen!

Rechtsgrundlagen und Leitlinien

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