Inhalt

BITV/WCAG Selbstbewertung

Hier finden Sie die Dokumentation der 92 Prüfschritte des aktuellen BITV-Tests und wie REHADAT sich bewertet hat. Zu jedem Schritt finden Sie einen Link zur Beschreibung bei https://bitvtest.de/, farbig hinterlegt die Selbstbewertung bei der Prüfung des Schrittes und danach eine kurze Beschreibung, worum es bei dem Prüfschritt geht.

Übersicht

erfüllt oder eher erfüllt 59 Prüfschritte
Nicht anwendbar 31 Prüfschritte
Teilweise erfüllt oder schlechter 2 Prüfschritte
Für Konformität nach WCAG muss jeder Prüfschritt mindestens „eher erfüllt“ sein.

Prüfschritte

5.2 Aktivierung von Barrierefreiheitsfunktionen

#01 eher erfüllt

Wenn die Webseite Funktionen für die Barrierefreiheit bereithält, die spezielle Bedürfnisse von Nutzern erfüllt, soll die Aktivierung dieser Funktionen für diese Nutzergruppe barrierefrei möglich sein.

5.3 Biometrie

#02 nicht anwendbar

Wenn die Webseite biometrische Merkmale (z.B. Fingerabdruck, Gesichtserkennung, Spracherkennung) für die Nutzeridentifizierung oder die Steuerung nutzt, soll diese sich nicht nur auf ein biometrisches Merkmal beschränken.

5.4 Erhaltung von Barrierefreiheitsinformationen bei Konvertierung

#03 erfüllt

Wenn die Webseite Dokumente in andere Formate konvertiert, sollen vorhandene Barrierefreiheits-Informationen im Zielformat übernommen werden, wenn das Zielformat diese Informationen grundsätzlich unterstützt.

6.1 Audiobandbreite für Sprache

#04 nicht anwendbar

Um gute Sprachverständlichkeit bei der Zwei-Wege-Sprachkommunikation zu garantieren, soll die Webanwendung beim Kodieren und Dekodieren von Audio einen Frequenzbereich nutzen, dessen obere Grenze mindestens bis 7.000 Hz reicht..

6.2.1.1 Textkommunikation in Echtzeit

#05 nicht anwendbar

Ermöglicht das Webangebot Zwei-Wege-Kommunikation (eine Sprechverbindung in beide Richtungen, z.B. Sprach- und Videotelefonie), muss es ebenfalls Textkommunikation in Echtzeit zur Verfügung stellen. Echtzeit bedeutet hier, dass schon die Eingabe einzelner Zeichen übertragen und dem Empfänger angezeigt wird. Die Nutzenden müssen den eingegebenen Text nicht erst aktiv abschicken.

6.2.1.2 Gleichzeitige Sprache und Text

#06 nicht anwendbar

Wenn die Web-Anwendung Zwei-Wege-Kommunikation und Textkommunikation in Echtzeit anbietet, soll die gleichzeitige Kommunikation mittels Sprache und Echtzeit-Textkommunikation möglich sein.

6.2.2.1 Visuell unterscheidbare Anzeige von Textnachrichten

#07 erfüllt

Wenn das Webangebot Echtzeit-Textkommunikation senden und empfangen kann, soll die Anzeige von empfangenen und gesendeten Nachrichten visuell gut voneinander unterscheidbar sein.

6.2.2.2 Programmatisch unterscheidbare Anzeige von Textnachrichten

#08 erfüllt

Wenn die Web-Anwendung eine Funktion zur Echtzeit Textkommunikation anbietet, soll die Sende- und Empfangsrichtung programmatisch ermittelbar sein. Das bedeutet konkret, dass Hilfsmittel-Nutzer:innen beim Lesen der Text-Kommunikation die selbst gesendeten Texte von empfangenen Texten unterscheiden können.

6.2.2.3 Sprecheridentifizierung

#09 nicht anwendbar

Wenn die Web-Anwendung Echtzeit Textkommunikation (RTT, Real-time Text) unterstützt und den aktiven Sprecher über Sprache identifiziert, sollen auch Sprecher, die Echtzeit-Texteingaben nutzen, gleichermaßen identifizierbar sein.

6.2.2.4 Echtzeitanzeige von Sprech-Aktivität

#10 nicht anwendbar

Wenn die Web-Anwendung Zwei-Wege-Sprachkommunikation unterstützt und Funktionen zur Echtzeit-Textkommunikation bietet, soll die Aktivität von Sprechenden in Echtzeit visualisiert werden. Der visuelle Indikator, dass gerade gesprochen wird, soll dabei auch programmatisch ermittelbar sein, sodass auch taubblinde Menschen z. B. über eine Braillezeile über die laufende Audiokommunikation informiert werden.

6.2.3 Interoperabilität von Echtzeit-Textkommunikation

#11 nicht anwendbar

Web-Anwendungen, welche (meist zusätzlich zur Sprach-Kommunikation) die Echtzeit-Textkommunikation mit anderen Anwendungen erlauben, sollen Interoperabilität, also die jeweils relevanten technischen ITU-, IETF-, oder ETSI-Standards für Echtzeit Text-Kommunikation unterstützen.

6.2.4 Reaktionsgeschwindigkeit der Echtzeit-Textkommunikation

#12 nicht anwendbar

Wenn das Webangebot Echtzeit-Textkommunikation unterstützt und entsprechende Nutzereingaben entgegen nimmt, soll die kleinste Texteinheit (einzelne Zeichen oder Wörter) in maximal 500 Millisekunden abgeschickt werden.

6.3 Anrufer-Identifizierung

#13 nicht anwendbar

Wenn die Web-Anwendung Telekommunikationsfunktionen mit Anrufidentifizierung bietet, soll die Identifizierung (auch) in Textform verfügbar und programmatisch ermittelbar sein.

6.5.2 Auflösung bei Videotelefonie

#14 nicht anwendbar

Web-Anwendung mit Videotelefonie-Funktion sollen mindestens die QVGA-Auflösung für die Videoübertragung unterstützen. Üblicherweise entspricht dies 320x240 Pixel.
Bei anderen Seitenverhältnissen müssen entsprechend 76.800 Bildpunkte geboten werden.

6.5.3 Bildwiederholfrequenz bei Videotelefonie

#15 nicht anwendbar

Wenn das Web-Angebot Videotelefonie unterstützt, soll sie eine Bildwiederholfrequenz (framerate) von mindestens 20 Bildern pro Sekunde unterstützen. Besser ist eine Bildwiederholfrequenz von 30 Bildern pro Sekunde.

7.1.1 Wiedergabe von Untertiteln

#16 erfüllt

Sind Videos mit synchroner Bild- und Tonspur vorhanden, bietet der Videoplayer die Möglichkeit, die Untertitel anzuzeigen. Werden dynamisch zuschaltbare, textbasierte Untertitel (closed captions) angeboten, bietet der Videoplayer die Möglichkeit, diese ein- und auszublenden.

7.1.2 Synchrone Untertitel

#17 eher erfüllt

Sind Videos mit synchroner Bild- und Tonspur vorhanden, ist gewährleistet, dass der Videoplayer Untertitel und Ton synchron darstellt.

Das bedeutet für Untertitel aufgezeichneter Videos: Die Anzeige des Untertitels weicht nicht mehr als 100ms vom Zeitstempel der Untertitel-Datei ab. Dies bezieht sich theoretisch auch auf Live-Untertitel. Hier liegt jedoch naturgemäß einer Verzögerung durch die Konvertierung von gesprochener Sprache in Text vor, besonders, wenn die Konvertierung nicht automatisch, sondern durch Menschen erfolgt.

7.1.3 Erhaltung von Untertiteln

#18 nicht anwendbar

Wenn das Webangebot Videos mit Untertiteln überträgt, konvertiert oder aufnimmt, bleiben die Untertitel erhalten, sie lassen sich weiterhin anzeigen und werden sychnron zum Ton dargestellt. Das heißt, die Prüfschritte 7.1.1 „Wiedergabe von Untertiteln“ und 7.1.2 "Synchrone Untertitel" sind weiterhin erfüllt.

7.2.1 Wiedergabe von Audiodeskription

#19 nicht anwendbar

Wenn Videos mit synchroner Bild- und Tonspur vorhanden sind (und Informationen über das Bildgeschehen für das Verständnis erforderlich sind), ist ein Mechanismus für die Auswahl und Wiedergabe der verfügbaren Audiodeskription vorhanden.
Audiodeskription kann alternativ auch aus einer von mehreren Audiospuren ausgewählt und abgespielt werden.

7.2.2 Synchrone Audiodeskription

#20 nicht anwendbar

Sind Videos mit synchroner Bild- und Tonspur und zusätzlicher Audiodeskription vorhanden, soll der Videoplayer in der Lage sein, die zusätzliche Audiodeskription synchron zu Bild und Ton wiederzugeben.

7.2.3 Erhaltung von Audiodeskription

#21 nicht anwendbar

Wenn das Webangebot Videos mit Audiodeskription überträgt, konvertiert oder aufnimmt, bleibt die Audiodeskription nach dem Vorgang erhalten.

7.3 Bedienelemente für Untertitel und Audiodeskription

#22 eher erfüllt

Wenn ein Videoplayer Video-Inhalte mit zugehörigen Audioinhalten abspielt, befinden sich die Bedienelemente zur Aktivierung der Untertitelung und Audiodeskription auf der gleichen Interaktionsebene wie die Bedienelemente zur Wiedergabekontrolle (z. B. Abspielen, Pause, Lautstärke etc.).

9.1.1.1a Alternativtexte für Bedienelemente

#23 eher erfüllt

Grafische Bedienelemente (alle verlinkten / interaktiven Grafiken und Bilder) müssen mit Alternativtexten versehen werden

9.1.1.1b Alternativtexte für Grafiken und Objekte

#24eher erfüllt

Nicht verlinkte informationsorientierte Grafiken und Bilder müssen mit Alternativtexten versehen werden. Die Alternativtexte ersetzen das Bild, sie sollen also (wenn möglich) dieselbe Aufgabe erfüllen wie das Bild.
Thema dieses Prüfschritts sind auch Textalternativen für Hintergrundbilder, Icon Fonts und SVGs, sofern diese nicht verlinkt sind.

9.1.1.1c Leere alt-Attribute für Layoutgrafiken

#25 eher erfüllt

Eine Grafik, die keine informative Funktion hat, benötigt keinen Alternativtext. Grafiken ohne informative Funktion sind zum Beispiel Abstandshalter, Farbflächen, Muster, oder rein dekorative Fotos.
Solche Grafiken sollen mit einem leeren alt-Attribut (alt="") ausgezeichnet werden.

9.1.1.1d Alternativen für CAPTCHAs

#26 erfüllt

Prüfschritt erfüllt: Der Alternativtext des Bildes in einem bildbasierten CAPTCHA beschreibt dessen Zweck. Mindestens eine nicht bildbasierte CAPTCHA-Alternative ist vorhanden.
Prüfschritt nicht anwendbar: CAPTCHAs sind nicht vorhanden.

9.1.2.1 Alternativen für Audiodateien und stumme Videos

#27 nicht anwendbar

Prüfschritt erfüllt: Audiodateien und stumme Videodateien haben gleichwertige Medienalternativen.
Prüfschritt nicht anwendbar: Weder Audiodateien noch stumme Videodateien sind vorhanden.

9.1.2.2 Aufgezeichnete Videos mit Untertiteln

#28 eher erfüllt

Wenn die Tonspur eines aufgezeichneten Videos Informationen enthält, müssen Untertitel als Alternative bereitgestellt werden.

9.1.2.3 Audiodeskription oder Volltext-Alternative für Videos

#29 nicht anwendbar

Für informationstragende visuelle Videoinhalte muss eine Audiodeskription oder Volltext-Alternative bereitgestellt werden.
Prüfschritt nicht anwendbar: Videos sind nicht vorhanden oder auch ohne synchrone Audiodeskription zugänglich.

9.1.2.4 Videos (live) mit Untertiteln

#30 nicht anwendbar

Wenn die Tonspur einer Live-Übertragung Informationen enthält, müssen Untertitel als Alternative bereitgestellt werden.
Prüfschritt nicht anwendbar: Es sind keine Live-Übertragungen vorhanden.

9.1.2.5 Audiodeskription für Videos

#31 nicht anwendbar

Für informationstragende visuelle Videoinhalte muss eine Audiodeskription bereitgestellt werden.
Prüfschritt nicht anwendbar: Videos sind nicht vorhanden oder auch ohne synchrone Audiodeskription zugänglich.

9.1.3.1a HTML-Strukturelemente für Überschriften

#32 erfüllt

Überschriften müssen korrekt mit den HTML-Strukturelementen h1 bis h6 ausgezeichnet sein und die Inhalte der Seite erschließen.

9.1.3.1b HTML-Strukturelemente für Listen

#33 erfüllt

Zur Auszeichnung von Listen auf der Seite sollen HTML-Strukturelemente für Listen (ul, ol und so weiter) genutzt werden.

9.1.3.1c HTML-Strukturelemente für Zitate

#34 erfüllt

Zur Auszeichnung von Zitaten, die als eigenständige Textabschnitte gefasst sind, soll das dafür vorgesehene HTML-Strukturelement blockquote genutzt werden. Prüfschritt nicht anwendbar: Als eigenständige Abschnitte gefasste Zitate sind nicht vorhanden.

9.1.3.1d Inhalt gegliedert

#35 eher erfüllt

Absätze sind mit geeigneten Strukturelementen ausgezeichnet.
Hervorhebungen in Texten sind mit strong oder em ausgezeichnet.
Text-Inhalt wird nicht per CSS eingebunden.

9.1.3.1e Datentabellen richtig aufgebaut

#36 erfüllt

Datentabellen sind strukturell richtig aufgebaut, Zeilen- und Spaltenüberschriften sind mit th ausgezeichnet.

9.1.3.1f Zuordnung von Tabellenzellen

#37 erfüllt

Prüfschritt erfüllt: In komplexen Datentabellen ist der Bezug von Überschriften und Inhalten (über scope oder über id und headers) definiert, Zuordnungen von Überschriften in einfachen Datentabellen sind korrekt.
Prüfschritt nicht anwendbar: Komplexe Datentabellen sind nicht vorhanden, in einfachen Datentabellen sind Überschriften nicht zugeordnet.

9.1.3.1g Kein Strukturmarkup für Layouttabellen

38 nicht anwendbar

Tabellenstruktur-Mark-up soll nicht für Layouttabellen verwendet werden.

9.1.3.1h Beschriftung von Formularelementen programmatisch ermittelbar

#39 erfüllt

Beschriftungen sollen über Markup mit den Formularelementen, die sie beschriften, verknüpft sein.

9.1.3.2 Sinnvolle Reihenfolge

#40 erfüllt

Seiteninhalte sollen unabhängig von der Darstellung in einer sinnvollen und brauchbaren Reihenfolge stehen.

9.1.3.3 Ohne Bezug auf sensorische Merkmale nutzbar

#41 eher erfüllt

Prüfschritt erfüllt: Die Wahrnehmung von Farben, Formen, Position von Elementen oder Tönen ist für die Bedienung oder das Verständnis der Inhalte nicht erforderlich.

9.1.3.4 Keine Beschränkung der Bildschirmausrichtung

#42 erfüllt

Webinhalte sollen sich an die nutzergewählte Ausrichtung von Ausgabegeräten anpassen. Sie sollten sowohl im Hochformat als auch im Querformat dargestellt werden und nutzbar sein.

9.1.3.5 Eingabefelder zu Nutzerdaten vermitteln den Zweck

#43 teilweise erfüllt

Prüfschritt erfüllt: Eingabefelder, die sich auf den Nutzer selbst beziehen, bezeichnen den Zweck (z.B. über ein passendes autocomplete-Attribut).
Prüfschritt teilweise erfüllt: Eingabefelder, die sich auf den Nutzer selbst beziehen, bezeichnen den Zweck nur über das type Attribut (z.B. type="email" oder type="password").
Prüfschritt nicht erfüllt: Eingabefelder, die sich auf den Nutzer selbst beziehen, haben keine Bezeichnung des Zwecks, etwa über das autocomplete-Attribut.

9.1.4.1 Ohne Farben nutzbar

#44 eher erfüllt

Über Farben vermittelte Informationen sollen auch ohne Wahrnehmung der Farbe verfügbar sein, also zusätzlich durch andere Mittel (etwa Fettung oder Einrückung) hervorgehoben sein.

9.1.4.2 Ton abschaltbar

#45 nicht anwendbar

Automatisch abgespielte Töne, die nicht nach drei Sekunden enden, sollen abschaltbar sein.
Prüfschritt nicht anwendbar: Die Seite hat keine Tonelemente, die automatisch abgespielt werden.

9.1.4.3 Kontraste von Texten ausreichend

#46 eher erfüllt

Alle Texte der Seite sollen in allen Zuständen ausreichende Helligkeitskontraste haben. Sie sollen auch für farbfehlsichtige Benutzer wahrnehmbar sein.

9.1.4.4 Text auf 200% vergrößerbar

#47 erfüllt

Text soll um bis zu 200 Prozent vergrößert werden können, ohne dass dabei Inhalt oder Funktionalität verloren geht.

9.1.4.5 Verzicht auf Schriftgrafiken

#48 erfüllt

Grafiken sollen nicht für die Darstellung von Schriften verwendet werden. Logos sind hiervon ausgenommen.

9.1.4.10 Inhalte brechen um

#49 eher erfüllt

Prüfschritt erfüllt: Inhalte lassen sich bei einer Browserfensterbreite von 320 CSS-Pixeln ohne Verlust von Informationen oder Funktionalität und ohne horizontales Scrollen nutzen (ausgenommen sind Inhalte, deren Bedeutung oder Nutzung ein zweidimensionales Layout voraussetzen).

9.1.4.11 Kontraste von Grafiken und Bedienelementen ausreichend

#50 erfüllt

9.1.4.12 Textabstände anpassbar

#51 eher erfüllt

Prüfschritt erfüllt: Zeilen- Absatz- Wort- und Buchstaben-Abstände lassen sich von Nutzern auf folgende Werte einstellen, ohne dass Inhalte oder Funktionalitäten nicht mehr verfügbar sind: Zeilen: 1,5-fache Textgröße; Abstände nach Absätzen: 2-fache Textgröße; Buchstaben-Kerning: 0,12-fache Textgröße; Wortabstände: 0,16-fache Textgröße.

9.1.4.13 Eingeblendete Inhalte bedienbar

#52 eher erfüllt

Prüfschritt erfüllt: Zusätzliche Inhalte, die mittels Zeiger- oder Tastaturfokussierung eingeblendet werden, bleiben sichtbar, wenn der Zeiger über sie bewegt wird, schließen nicht selbsttätig, und sind ohne Änderung der Fokusposition schließbar.

9.2.1.1 Ohne Maus nutzbar

#53 erfüllt

Die Webseite soll auch ohne Maus - also ausschließlich mit der Tastatur - zu benutzen sein.

9.2.1.2 Keine Tastaturfalle

#54 erfüllt

Kann der Tastaturfokus auf ein Element der Seite bewegt werden, muss er auch von diesem Element wieder wegbewegt werden können. Der Inhalt darf keine Tastaturfalle erzeugen.

9.2.1.4 Tastatur-Kurzbefehle abschaltbar oder anpassbar

#55 nicht anwendbar

Prüfschritt erfüllt: Durch Webinhalte implementierte Tastatur-Kurzbefehle über Einzeltasten sind abschaltbar oder auf Tastenkombinationen mit Modifikator-Tasten umstellbar.

9.2.2.1 Zeitbegrenzungen anpassbar

#56 erfüllt

Seiteninhalte werden ohne Zeitbegrenzung angezeigt, die Zeitbegrenzung ist abschaltbar, oder sie kann verlängert werden.

9.2.2.2 Bewegte Inhalte abschaltbar

#57 erfüllt

Ablenkung durch blinkende oder sich bewegende Elemente soll vermieden werden, auf 5 Sekunden begrenzt sein oder abschaltbar sein.

9.2.3.1 Verzicht auf Flackern

#58 erfüllt

Die Seite enthält keine Elemente, die in einem Zeitraum von einer Sekunde häufiger als dreimal aufblitzen.

9.2.4.1 Bereiche überspringbar

#59 erfüllt

Verschiedene Inhaltsbereiche wie Navigation, Suche oder Seiteninhalt können von Nutzern assistiver Technologien übersprungen werden.

9.2.4.2 Sinnvolle Dokumenttitel

#60 erfüllt

Dokumenttitel bezeichnen die Site und den Inhalt der jeweiligen Seite, sie können für die Unterscheidung und Auswahl von Seiten genutzt werden.

9.2.4.3 Schlüssige Reihenfolge bei der Tastaturbedienung

#61 erfüllt

Prüfschritt erfüllt: Links, Formularelemente und Objekte werden mit der Tabulatortaste in einer schlüssigen Reihenfolge angesteuert. Eingeblendete Inhalte sowie dynamisch eingefügte oder geänderte Inhalte erscheinen an sinnvoller Stelle in der Fokusreihenfolge.

9.2.4.4 Aussagekräftige Linktexte

#62 erfüllt

Ziel oder Zweck des Links sollen aus dem Linktext hervorgehen oder aus dem direkten Kontext des Links ermittelbar sein.
Falls Links nicht auf HTML-Seiten verweisen, soll der Link über das Dateiformat des Zieldokuments informieren.

9.2.4.5 Alternative Zugangswege

#63 erfüllt

Es gibt mindestens zwei unterschiedliche Zugangswege, um zu den Inhalten des Angebotes zu gelangen.

9.2.4.6 Aussagekräftige Überschriften und Beschriftungen

#64 erfüllt

Überschriften beschreiben den folgenden Inhaltsteil, Beschriftungen sind sinngebend.

9.2.4.7 Aktuelle Position des Fokus deutlich

#65 erfüllt

Der Tastaturfokus soll mindestens genau so deutlich hervorgehoben werden wie der Mausfokus.
Bei Links, die nicht auf den Mauszeiger reagieren, soll der Tastaturfokus sich zumindest deutlich von der ausgewählten Hintergrundfarbe abheben.
Versteckte Sprunglinks sollen bei Fokuserhalt eingeblendet werden.

9.2.5.1 Alternativen für komplexe Zeiger-Gesten

#66 nicht anwendbar

Wenn Webinhalte Funktionen implementieren, die über pfadbasierte Zeiger-Gesten (etwa Streich- oder Zieh-Gesten) oder über Mehrpunktgesten bedient werden können, gibt es Alternativen für die Aktivierung mittels einer einfachen Zeigereingabe.

9.2.5.2 Zeigergesten-Eingaben können abgebrochen oder widerrufen werden

#67 erfüllt

Funktionen von Bedienelementen sollen nicht bereits durch den Down-Event eines Zeigers (z. B. Mauszeiger, Trackpad-Zeiger, Finger oder Eingabestift) auf einem Bedienelement ausgeführt werden; falls doch, muss es eine Möglichkeit geben, die ausgelöste Funktion entweder abzubrechen oder rückgängig zu machen.

9.2.5.3 Sichtbare Beschriftung Teil des zugänglichen Namens

#68 eher erfüllt

Sichtbare Beschriftungen von Bedienelementen sollen im zugänglichen Name des Bedienelements vorkommen.
Dies betrifft zum Beispiel Links, Beschriftungen von Textfeldern, Buttons oder Checkboxen.

9.2.5.4 Alternativen für Bewegungsaktivierung

#69 nicht anwendbar

Prüfschritt erfüllt: Funktionen, die über Gerätebewegung oder Benutzerbewegung ausgelöst werden können, lassen sich alternativ auch über Bedienelemente auslösen. Die Aktivierung durch Bewegung kann abgeschaltet werden, außer wenn die Bewegung Teil einer Hilfsmitteleingabe oder für die Funktion unerlässlich ist.

9.3.1.1 Hauptsprache angegeben

#70 erfüllt

Die Hauptsprache der Webseite soll angegeben werden.

9.3.1.2 Anderssprachige Wörter und Abschnitte ausgezeichnet

#71 eher nicht erfüllt (nur nach WCAG)

Wenn innerhalb einer Seite Wörter und Textabschnitte in einer anderen Sprache vorkommen, müssen diese mithilfe des lang-Attributs ausgezeichnet werden.

9.3.2.1 Keine unerwartete Kontextänderung bei Fokus

#72 erfüllt

Wenn irgendeine Komponente der Seite den Fokus erhält, soll dies nicht zu einer unerwarteten Kontextänderung führen.

9.3.2.2 Keine unerwartete Kontextänderung bei Eingabe

#73 erfüllt

Nutzereingaben auf Formularen sollen nicht zu unerwarteten Kontext-Änderungen führen.
Alle Kontextänderungen müssen unterhalb des auslösenden Elements geschehen und sollen klar nachvollziehbar sein, der Fokus soll nicht versetzt werden.

9.3.2.3 Konsistente Navigation

#74 erfüllt

Navigationsmechanismen sollen innerhalb des Webauftritts einheitlich sein.

9.3.2.4 Konsistente Bezeichnung

#75 erfüllt

Navigationsmechanismen und Funktionen, die innerhalb eines Webauftritts wiederholt eingesetzt werden, sollen einheitlich bezeichnet sein.

9.3.3.1 Fehlererkennung

#76 erfüllt

Wenn ein Formular Fehlermeldungen erzeugt, sollen die fehlerhaft ausgefüllten Felder identifiziert und in Textform beschrieben werden.

9.3.3.2 Beschriftungen von Formularelementen vorhanden

#77 erfüllt

Die Beschriftung von Formularelementen soll vor (das heißt links neben oder über) dem zugehörigen Eingabefeld angeordnet werden. Nur die Beschriftung von Checkboxes und Radiobuttons kann (und sollte normalerweise) rechts neben dem zugehörigen Eingabefeld angeordnet werden.

9.3.3.3 Hilfe bei Fehlern

#78 erfüllt

Wenn ein Formular Fehlermeldungen erzeugt, müssen diese verständlich sein und Hinweise geben, wie der Fehler zu korrigieren ist.

9.3.3.4 Fehlervermeidung wird unterstützt

#79 nicht anwendbar

Bei wichtigen Dateneingaben (etwa bei finanziellen Transaktionen) gibt es die Möglichkeit, die Dateneingabe rückgängig zu machen oder sie vor dem Abschicken zu überprüfen und zu korrigieren. Erfolgreiche Eingaben werden bestätigt.

9.4.1.1 Korrekte Syntax

#80 erfüllt

Prüfschritt erfüllt: Das Prüfergebnis des W3C-HTML-Validators ist positiv.

9.4.1.2 Name, Rolle, Wert verfügbar

#81 erfüllt

Interaktive Bedienelemente wie Links und Schaltflächen haben programmatisch ermittelbare Namen und Rollen.
Werden nicht semantische Elemente (etwa div oder span) eingesetzt und mithilfe von JavaScript zu Bedienelmenten umfunktioniert, wird die Semantik mithilfe von WAI-ARIA bereitgestellt.

9.4.1.3 Statusmeldungen programmatisch verfügbar

#82 nicht anwendbar

Prüfschritt erfüllt: Statusmeldungen der Inhalte sind über Rollen oder Eigenschaften programmatisch ermittelbar, so dass sie von Hilfsmitteltechnologie ausgegeben werden können, ohne den Fokus zu erhalten.

11.7 Benutzerdefinierte Einstellungen

#83 erfüllt

Die Seite soll benutzerdefinierte Browsereinstellungen berücksichtigen. Im Einzelnen können dies folgende Punkte sein:

  • Maßeinheiten
  • Farben (z. B. Darkmode)
  • Kontraste
  • Schriftarten
  • Schriftgrößen
  • Darstellung des Fokuscursors

Die Seite kann darüber hinaus eigene Werte für diese Einstellungen anbieten, wenn diese Einstellungen nicht genutzt werden, sollen die Browsereinstellungen übernommen werden.

11.8.2 Barrierefreie Erstellung von Inhalten

#84 nicht anwendbar

Wenn es sich bei der zu testenden Webanwendung um ein Autorenwerkzeug handelt, soll die Anwendung die Erstellung von barrierefreien Dokumenten erlauben und den Nutzer dabei unterstützen.

11.8.3 Erhaltung von Barrierefreiheitsinformationen bei Transformation

#85 nicht anwendbar

Wenn die Web-Anwendung ein Autorenwerkzeug ist und Umstrukturierungen oder Funktionen zur Neucodierung bietet, dann werden die Informationen zur Zugänglichkeit in der Ausgabe, wenn gleichwertige Mechanismen zur Speicherung der Zugänglichkeitsinformationen im Zieldokumententyp der Ausgabe existieren, übernommen.

11.8.4 Reparaturassistenz

#86 nicht anwendbar

Ist die Seite Teil eines Autorenwerkzeugs und bietet Funktionen zur Erkennung von Barrierefreiheits-Fehlern bei der Erstellung von Dokumenten, dann sollen Vorschläge zur Behebung dieser Fehler verfügbar sein.

11.8.5 Vorlagen

#87 nicht anwendbar

Wenn die Seite Teil eines Autorenwerkzeugs ist und Vorlagen bzw. Eingabemasken für die Dokumente, die es erstellt, anbietet, soll mindestens eine der angebotenen Vorlagen die Erstellung barrierefreier Web- oder Nicht-Web-Dokumente ermöglichen (je nach Dokumententyp).
Falls es alternative Vorlagen gibt, sollten für die Barrierefreiheit optimierte Vorlagen eindeutig als solche zu identifizieren sein.

12.1.1 Dokumentation von Kompatibilität und Barrierefreiheit

#88 erfüllt

Die Dokumentation des Webangebots soll vorhandene zusätzliche Eigenschaften und Funktionen in Bezug auf Barrierefreiheit auflisten und deren Nutzung erklären, sofern diese als Teil des Web-Angebots selbst implementiert wurden. Dazu gehören zum Beispiel angepasste Ansichten mit geänderten Kontrasten oder Textgrößen, Vorlesefunktionen, oder verfügbare Tastaturkurzbefehle.
Auch Informationen zur (möglicherweise eingeschränkten) Kompatibilität mit assistiven Technologien zählen dazu.

12.1.2 Barrierefreie Dokumentation

#89 erfüllt

Die Produkt-Dokumentation eines Web-Angebots enthält Hilfestellungen für die allgemeine Nutzung von Funktionen des Angebots, aber oft auch Hinweise auf zusätzliche Funktionen, welche die Barrierefreiheit für bestimmte Nutzergruppen verbessern. Auch die Erklärung zur Barrierefreiheit ist eine Produkt-Dokumentation.
Wenn ein Web-Angebot eine Produkt-Dokumentation bereitstellt, soll diese mindestens in einer der folgenden Formate barrierefrei zur Verfügung gestellt werden:

  • Als Web-Dokument, erfüllt Kriterien der EN 301 549 Kapitel 9
  • Als Nicht-Web-Dokument (u. a. PDF), erfüllt Kriterien der EN 301 549 Kapitel 10

Nicht-Web-Dokumente werden nicht in diesem Prüfverfahren bewertet.

12.2.2 Technischer Support

#90 erfüllt

Der technische Support (über Telefon, Mail, …​) soll Informationen zur Barrierefreiheit und Kompatibilität zu assistiven Technologien bereitstellen können, die die Webanwendung betreffen. Dies soll mindestens die Informationen umfassen, die dazu in der Dokumentation der Webanwendung erwähnt werden (siehe auch Prüfschritt 12.1.1 "Dokumentation von Kompatibilität und Barrierefreiheit").

12.2.3 Effektive Kommunikation

#91 erfüllt

Der (technische) Support soll die Kommunikationsbedürfnisse von Menschen mit Behinderungen berücksichtigen und effektive d. h. funktionierende und tragfähige Kommunikationskanäle anbieten. Dies kann auch durch die Vermittlung an Dritte geschehen.

12.2.4 Vom Support bereitgestellte Dokumentation

#92 nicht anwendbar

Wird durch den technischen Support eines Angebots eine Dokumentation bereitgestellt, wird diese in mindestens einem der folgenden Formate barrierefrei angeboten:

  • Als Web-Dokument, das die Kriterien der EN 301 549 Kapitel 9 erfüllt
  • Als Nicht-Web-Dokument (z. B. ein PDF oder eine Word-Datei), das die Kriterien der EN 301 549 Kapitel 10 erfüllt

Weitere gegebenenfalls nicht barrierefreie Versionen der Dokumentation werden nicht bewertet.